Der etwas andere Kiosk

Der Kwikshop ist kein gewöhnlicher Laden – kein Laden, in den man hineingeht, sich Waren aus Regalen aussucht, an der Kasse bezahlt und dann das Geschäft wieder verlässt. Der Kwikshop, beheimatet in der Berliner Kastanienallee, ist ein Kiosk. Nach Zeitschriften, Zigaretten und Schokoriegeln sucht man dort jedoch vergeblich, stattdessen gibt es – unter anderem – einen klassischen Ostfriesennerz, eine hippe Schaltertapete zur Verzierung handelsüblicher Lichtschalter, lustigen Stempelschmuck, ein praktisches Quartalsheft sowie eine wärmende Webstuhldecke, wahlweise in Rot, Blau oder Grau.

So funktioniert der Kiosk: Die Kunden nehmen das Sortiment des Ladens im Schaufenster in Augenschein, bei Bedarf reichen die freundlichen Verkäufer die Produkte zur eingehenden Begutachtung durch die Luke nach draußen. Das Beratungsgespräch und die Bezahlung werden selbstverständlich ebenfalls durch das kleine Fenster abgewickelt. Weiterlesen

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Fundstücke vom Flohmarkt

Flohmärkte scheiden die Geister. Die einen lehnen den Handel mit ausgedientem Hausrat grundsätzlich ab. Sie meinen, Müll gehöre entsorgt und nicht weiterverkauft. Die anderen sind begeisterte Anhänger der Kleinkrämerkultur. Sie zieht es immer wieder zu einem Markt, um dort das eine oder andere Kleinod aufzustöbern. Die beiden gehören zur zweiten Gruppe. Seit ein paar Jahren besuchen sie im Sommer fast jedes Wochenende mindestens einen Flohmarkt, immer auf der Suche nach einzigartigen Kleinigkeiten, die anderswo nicht zu kriegen sind. Oft ist das leichter gesagt, als getan. Schließlich kommen die Flohmarktverweigerer nicht von ungefähr auf die Idee, die Händler würden ausnahmslos Unrat anbieten. Man muss kein allzu aufmerksamer Beobachter sein, um den wahren Kern des Vorurteils zu finden: Ein großer Teil der auf Flohmärkten angebotenen Ware wäre auf einer Mülldeponie tatsächlich besser aufgehoben. Weiterlesen

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Taschen aus Tüten

Recycling einmal anders: Diese individuellen Taschen wurden aus alten Einkaufstüten gemacht, es soll schließlich nichts verkommen. Jede Tasche ist ein echtes Einzelstück, keine gleicht der anderen, aber schön bunt sind sie alle. Mit etwas Glück trifft man den Hersteller dieser Recycling-Objekte, einen jungen Japaner, sonntags in Berlin – auf dem Flohmarkt am Mauerpark. Dort bietet er seine Ware feil. Portemonnaies kosten sechs, Taschen 18 €.

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Kitsch as Kitsch can

Es muss nicht immer edel und teuer sein. Ganz im Gegenteil. Er hat ihr neulich aus dem „Russen-Supermarkt“ in ihrer Straße einen schön kitschigen Badezusatz mitgebracht.

Die beiden sind sich zwar noch nicht einig, ob die Figur eher Heidi oder Rotkäppchen ähnelt, aber sie war ob der großartigen Verpackung durchaus begeistert. Man kann nicht behaupten, dass die Verpackung die gängigen Anforderungen an Schönheit und Design erfüllt. Lustig ist sie allemal, wenn es sich nicht sogar um Retro-Chic in reinster Form handelt.

Zum Preis des jungen Fräuleins wollte er keine genauen Angaben machen. Er teilte ihr nur mit, dass er für dieses kleine Mitbringsel nicht viel mehr als 2 € investieren musste.

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Tomatiger Snack

Wenn man nur eine Kleinigkeit essen will oder seinen Gästen vorweg einen Appetitanreger servieren möchte, ist dieser Snack genau richtig. Eigentlich gibt es dafür kein Rezept, am besten probiert man einfach verschiedene Beläge aus.

Sie nimmt frisches Baguette oder Ciabatta, das sie in Scheiben schneidet. Diese werden mit einer – in Öl eingelegten – getrockneten Tomate belegt. Nach Belieben kann das Ganze nun mit rohem Schinken garniert werden. Besonders edel wird es mit Parma– oder Serranoschinken, aber jeder andere Schinken tut es auch. Käsefreunde möchten dazu vielleicht noch eine Scheibe Mozzarella und etwas geriebenen Parmesan. Vegetarier verzichten einfach auf den Schinken und nehmen nur die getrocknete Tomate sowie den Käse. Je nach Geschmack alles für fünf Minuten zum Überbacken in den Ofen geben. Als Dekoration eignet sich ein Blättchen Basilikum.

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The Conran Shop

Man sagt Terence Conran – seit 1983: Sir Terence Conran – nach, er habe den Briten zeitgenössisches Design nähergebracht. Da die Briten ein traditionsbewusstes und konservatives Volk sind, bemerkt man das freilich nicht in jedem Haushalt. Darüber soll hier mal großzügig hinweggesehen werden. Design gut finden und Design in die Wohnung holen, sind schließlich zwei Paar Schuhe – nicht zuletzt aus Kostengründen: Für die Schreibtisch-Stuhl-Kombination auf dem Foto etwa sind gut 2.200 £ anzulegen, die Lampen nicht inbegriffen.

Im Conran Shop bietet Sir Terence, der 1964 den inzwischen der Kamprad-Familie gehörenden Möbelhandel Habitat gegründet hat, ein umfangreiches Sortiment toller, durchweg teurer und teilweise auch gewöhnungsbedürftiger Artikel. Er war trotzdem begeistert, als sie ihn während des letzten London-Aufenthalts in eine Filiale gelockt hat.

Was man dort unter anderem entdecken kann: Ventilatoren, Papierkörbe, batteriebetriebene Plattenspieler und vieles mehr. Niederlassungen gibt es in London (2×), Paris, New York und Japan (4×).

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Hell erleuchtet

Tchibo macht sie bezahlbar – die Stehlampe im Stil der 1960er Jahre. Natürlich ist die Bogenleuchte des Kaffeerösters nicht mit der des italienischen Designers Achille Castiglioni zu vergleichen, aber eine grobe Ähnlichkeit ist nicht von der Hand zu weisen. Für die Stehleuchte Arco wurden nur die besten Materialien verwendet: Der Fuß ist aus hochwertigem Carraramarmor, der Leuchtarm aus satiniertem Stahl und der Lampenschirm aus poliertem und zaponlackiertem Aluminiumguss. Bei Tchibo dagegen musste etwas gespart werden. Die Lampe hat einen schweren Mamorfuß und der Schirm ist aus bruchfestem Acryl. Während für den Designklassiker, der es immerhin bis ins MoMA geschafft hat, schlappe 1400 € fällig wären, gibt es den Nachbau von Tchibo schon für 70 €. Ein echtes Schnäppchen, das seit heute in allen Filialen sowie online erhältlich ist.

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Worauf wartest Du?

Auf jeden Fall nicht mehr auf den neuen Ikea-Katalog. Den brachte nämlich gestern der Postbote. Sie musste das frisch gedruckte Exemplar gleich durchblättern, war allerdings ein wenig enttäuscht, da sie sich mehr neue Artikel erhofft hatte. Nichtsdestotrotz gibt es einiges zu entdecken: Etwa die wirklich platzsparende Serie Fusion, bestehend aus einem Tisch und vier Stühlen und für den Klassiker Billy gibt es jetzt Glastüren mit Blumenmuster.

Neben neuen Möbeln wie dem Wandregal Besta wurden natürlich auch Kleinigkeiten und Accessoires in das Sortiment aufgenommen. Lustig ist Knappa Tulpan, eine Lampe in Form einer Tulpe, für 29,95 €. Wem dieses Stück nicht gefällt, hat die Wahl zwischen zahlreichen poppigen Lampenschirmen. Ansonsten gibt es bunte Vasen, gusseiserne Töpfe, schwarzweiße Bilder und bunte Stoffe zu bestaunen – also alles wie gehabt.

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Schöner Block

Das Telefon klingelt. Schnell muss man einen Termin oder eine Telefonnummer aufschreiben. Und was passiert? Weder Zettel noch Stift in der Nähe – typisch.

Die beiden haben sich kürzlich einen hübschen Notizblock von Raumgestalt angeschafft. Auf einem kleinen Stück Eichenholz sind Zettel mit einem Nagel befestigt, so dass die einzelnen Zettel ganz leicht abgerissen werden können, eine pfiffige Idee. Das Ganze gibt es für 6,50 €, laut Hersteller sind auch Ersatzblöcke zu bekommen. Ihren Block gab es bei Good old Germany, eine Internetquelle konnte sie bisher leider nicht auftun.

Jetzt müssen die beiden endlich nicht mehr nach einem Zettel suchen, wenn sie während eines Telefonats etwas niederschreiben müssen – nur noch nach einem Stift.

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Saftig-süße Ribs

Das Motto bei der Zubereitung von Ribs lautet: Gut Ding will Weile haben. Wenn am nächsten Mittag Rippchen auf dem Tisch stehen sollen, muss schon am Vorabend mit den Vorbereitungen begonnen werden. Zunächst mal braucht man anständiges Fleisch, das weder gewürzt, noch vorgegart ist. „Fertigrippchen“ aus dem Supermarkt sind also aus dem Rennen.

Ein guter Schlachter wird wenigstens Spareribs anbieten, möglicherweise unter dem Namen Schälrippchen. Besser ist es, wenn man Shortribs bekommen kann, die kommen vom hinteren Rippenbogen des Schweins und werden besonders lecker. Shortribs sind die Sorte Fleisch, die hier und da auch als Babybacks verkauft werden, die meisten Schlachter werden mit den Begriffen Lendenfilet- oder Kotelettstück mehr anfangen können. Da aus Hobbygrillerkreisen immer wieder zu hören ist, wie schwer ordentliches Fleisch zu bekommen ist, wird man sich vielfach mit den üblichen Schälrippchen begnügen müssen. Pro Person sollten normalerweise 500 Gramm genügen. Weiterlesen

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Die Kunst des Einfachen



Pure Style – Die Kunst des Einfachen
, so heißt ein Buch von Jane Cumberbatch. Der Titel verspricht nicht zuviel. Auf 159 Seiten zeigt die Autorin dem Leser, wie leicht sich mit kleinen Dingen große Effekte erzielen lassen. Mit Weiß kann man eine zeitlose Atmosphäre schaffen und Grün steht für ein zeitloses Ambiente. Cumberbatch gibt einen Überblick über Stoffe, stellt schlichte und moderne Stühle und Tische vor und zeigt, was bei der Beleuchtung zu beachten ist. Genauso werden unentbehrliche Küchenhelfer wie Espressokocher, Kochlöffel, Schneebesen oder Knoblauchpresse gewürdigt.

Schön sind auch die eingestreuten Tipps: Kleine Rezepte – etwa für Pesto und Erdbeerkonfitüre, Vorschläge für Duftmischungen und eine Anleitung zum Nähen eines Wäschesacks. Illustriert ist das Ganze mit vielen ansehnlichen Fotos von Henry Bourne.

Pure Style ist bei DuMont erschienen, sie hat es vor einiger Zeit für etwa 10 € auf einem Wühltisch gefunden. Bei Amazon ist das kleine Schmuckstück nur noch gebraucht erhältlich, die verlangten Preise scheinen ihr jedoch etwas überhöht. Vielleicht sollte man stattdessen auf eines der anderen Bücher von Jane Cumberbatch zurückgreifen.

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Bramigk & Breer

Bei Bramigk & Breer gibt es viele schöne Dinge. Der Laden in der Berliner Niebuhrstraße hat ein vielfältiges Sortiment: Die Möbel sind einfach zum Verlieben, egal ob es sich dabei um ein rustikales Tellerregal, einen Schrank im Shabby-Chic-Stil oder ein unaufdringlich elegantes Bett handelt. Daneben gibt es Bettwäsche von Designers Guild, Wäschesäcke von Green Gate, Kissenbezüge von Okha, rustikales Geschirr und filigrane Glaswaren.

Ein Besuch bei Bramigk & Breer lohnt sich auf jeden Fall, montags bis freitags ist der Laden von 11 bis 19 Uhr geöffnet, am Samstag schließt er bereits um 16 Uhr.

Anschrift

Bramigk & Breer Interior Design
Niebuhrstraße 1
10629 Berlin

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Kitschig, aber schön

Die kitschig-schöne Verpackung hat es ihr angetan. Eigentlich ist die Firma in petto auf Espresso spezialisiert, sie hat aber auch einige Lebensmittel im Sortiment. Die Stile-Di-Vita-Produkte kommen recht schlicht daher: Öl und Essig sind in elegante, langhalsige Flaschen abgefüllt. Die Verpackungen der Linea-Donna-Reihe dagegen sind zauberhaft kitschig. Olivenöl, Meersalz und Pasta machen sich in jeder Küche gut, sie sind fast zu schade, um sie wirklich zu benutzen. Preislich sind diese kleinen Dekorationsstücke nicht allzu günstig. 500 Milliliter Olivenöl kosten – je nach Händler – zwischen 8 und 10 €, Pasta liegt meist so um 5 €.

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Es werde Licht!

Es passiert nicht alle Tage, dass man einen Haushaltsgegenstand austauschen muss – meistens möchte man bloß. Schließlich hat der moderne Mensch alles, was er zum Leben braucht, oft sogar einiges mehr. Mal ehrlich, wer braucht elektrische Zahnbürsten, Dosenöffner oder Bratenthermoter? Elektrisches Licht hingegen – er verrät nichts neues – hat sich als praktisch erwiesen. Und bewährt: Die dienstälteste Glühbirne der Welt verrichtet schon seit 105 Jahren ihren Dienst.

Deutsche Haushalte sind bestens beleuchtet und wenn mal ein Lichtlein ausgeht, dann ist entweder Stromausfall oder das Leuchtmittel verbraucht. Meistens. Kein Grund also, gleich eine ganze Lampe auszutauschen. Leider: Seine bisherige Schreibtischleuchte hatte bisher zwar ästhetisch ausgedient, aber sie funktionierte einfach immer weiter. Bis neulich, er hätte es nicht zu hoffen gewagt, als sie plötzlich und unerwartet irreversibel zu Staub in zwei Teile zerfiel.

Die Nachfolgerin ist eine wahre Zierde. Mit der seit 1937 hergestellten Luxo L-1 hat er sich ein – bezahlbares – Stück Designgeschichte an den Schreibtisch geholt. Ein Klassiker aus Norwegen, nicht zu verwechseln mit der schwedischen Kopie.

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Es gibt Eis, Baby

Eis der besonderen Art gibt es derzeit bei der dänischen Supermarktkette Netto. Als sie den Prospekt durchblätterte, staunte sie nicht schlecht: Dort gibt es Zitroneneis in einer echten Zitrone und in einer echten Kokosnuss verbirgt sich ein Eis, das nach Pina Coldada schmeckt. Ein richtiger Hingucker. Geschmacklich ist das Eis nicht herrausragend, aber das macht die originelle Verpackung wett. Pro Portion kostet das coole Eis 1,25 €. Bei diesem Produkt handelt es sich um ein temporäres Angebot – also schnell zugreifen.

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