Gewürze, Marinaden, Soße

Schnecken gelten in vielen Restaurants als Spezialität. Häufig werden sie sogar im Service eingesetzt.
Foto: JCN

Nichts nervt mehr als langweilige Grillsoßen und die immer gleichen Würzmischungen. Er fühlt sich auch immer so ausgeliefert, wenn er bei der Wahl der Marinade nur zwischen den beiden Standardsorten des Schlachters entscheiden kann. Man hat viel mehr Freiheiten, wenn man das Fleisch unbehandelt kauft und dann ganz nach Belieben damit verfährt. Zu guter Letzt verrät er der Leserschaft deshalb noch ein paar Standard-Rezepte für einen gelungenen Grillabend.

Eine süß-scharfe Honig-Senf-Soße etwa ergibt sich, wenn man

  • 2 gehackte Zwiebeln und
  • 1 zerdrückte Knoblauchzehe

für rund zehn Minuten in Öl bräunt, um anschließend

  • 200 bis 250 Gramm flüssigen Honig
  • 1 EL Senf
  • 140 Gramm Tomatenmark
  • 200 Milliliter Gemüsebrühe
  • 4 EL Worcestershiresauce

einzurühren. Die Masse wiederum zehn Minuten einköcheln lassen. Nach dem Abkühlen kommen noch ein paar gehackte Basilikumblätter hinein und die selbst hergestellte Grillsoße ist fertig.

Eine Marinade aus Honig und Senf hat er ebenfalls anzubieten. Sie wird ganz einfach aus 4 EL Senf, 4 EL Honig, 2 zerdrückten Knoblauchzehen, 10 Millilitern kalter Hühnerbrühe, 2 EL gehacktem Rosmarin sowie Salz und Pfeffer nach Geschmack gemacht. Diese Marinade muss nur knapp eine Stunde einwirken. Das Fleisch sollte auch nicht zu lange in dieser Marinade liegen, da das Salz ihm sonst die Feuchtigkeit entziehen würde.

Eine mild-fruchtige Marinade, die ebenfalls nur eine Stunde einwirken muss, ergibt sich aus 4 EL Orangensaft, 4 EL Ketchup, 2 EL Weinessig, 1 EL Worcestershiresoße, 1 bis 2 EL Öl, 1 feingehackten Zwiebel, 1/2 EL Oregano und etwas Tabasco. Diese Marinade sollte ein paar Stunden im Kühlschrank ziehen, idealerweise über Nacht.

Eine süßlich-würzige Grillmarinade, die sofort fertig ist, aber drei Stunden auf das Fleisch einwirken sollte, kann man leicht aus 2 zerdrückten Knoblauchzehen, 1/8 TL rosenscharfem Paprika, 4 EL flüssigem Honig, 2 EL Tomatenketchup, 3 EL Zitronensaft, 4 EL Weinessig, 1 TL Zucker und 5 EL Sojasoße herstellen.

Wer Gewürzmischungen lieber mag, dem seien folgende Rubs ans Herz gelegt. Das Fleisch wird großzügig damit eingestreut, um die Gewürze anschließend leicht einzumassieren. Geht-immer-Rub: 1 TL gemörserte Pfefferkörner, 1/2 TL Selleriesalz, 1/2 TL Cayennepfeffer, 1/2 TL getrockneter Thymian, 1/2 TL getrockneter Majoran, 2 TL Paprika, 1 EL gemahlene Senfkörner, 1/2 TL Salz, 1 EL brauner Zucker. Texanische Rub: 1 zerdrückte Knoblauchzehe, 1 TL gemörserte Senfkörner, 1 TL Chilipulver, 1 TL Cayennepfeffer, 1 TL Paprika, 1/2 TL Koriander, 1/2 TL Kümmel, ggf. etwas Salz (nicht mehr als 1 TL).

Und mal nebenbei: Ein ordentlich zubereitetes Rinderfilet braucht nicht mal irgendwelche Soßen und Zaubergewürze, Pfeffer und Salz reichen.

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8 Kommentare zu Gewürze, Marinaden, Soße

  1. ChristianS sagt:

    Das wird ja immer mehr zum Schlemmer-Blog hier! :-)

    Die Rezepte hören sich alle sehr interessant an und ich kann es kaum erwarten, sie auszuprobieren.

  2. poodle sagt:

    Zwar bin ich entschiedener Anhänger der ehernen Regel, sich nicht in fremde Rezepte einzumischen, angesichts des armen Basilikums sehe ich mich freilich ausnahmsweise zum Einschreiten gezwungen. In der Kräuterwelt gibt es ja nur sehr wenige robuste Erscheinungen – der Thymian etwa, der Rosmarin oder der Oregano – die meisten Vertreter sind eher Sensibelchen, und ganz besonders gilt das für den zarten Basilikum. Der würde geschmacklich und visuell zweifelsohne ungemein gewinnen, wenn Sie ihn erst unmittelbar vor dem Servieren einrühren und penibel darauf achten, dass zum Zeitpunkt seines Eintritts nichts mehr kocht.

  3. Er sagt:

    Das ist in der Tat ein wertvoller Hinweis, Poodle. Ich persönlich lege ja nur wenig Wert auf dieses frische Grünzeug und bin entsprechend respektlos im Umgang mit selbigem. Für alle anderen habe ich die empfohlene Methode in das Rezept übernommen. Das Einschreiten war also nicht umsonst, besten Dank. Auch im Namen des Basilikums.

  4. Sie sagt:

    Herr Poodle hat natürlich recht. Basilikum ist da sehr empfindlich. Also am besten Basilikum erst ganz zum Schluss hinzugeben. Aber das hat er im obigen Honig-Senf-Soßen-Rezept ja bereits geändert.

  5. Er sagt:

    Meine Damen und Herren, Sie wurden soeben Zeuge zweier sich überschneidender Kommentare.

  6. poodle sagt:

    Gut so. An seine Adresse vielleicht noch die Anregung, die persönliche Wertbeimessung in puncto »frischem Grünzeug« gelegentlich zu überdenken. Tatsächlich zählt der virtuose Umgang mit frischen Kräutern zu den verrfeinerten Fertigkeiten der engagierten Küche, an denen über kurz oder lang kein Weg vorbei führt. Ich gebe aber zu, auch der Handel fängt erst allmählich an, die Bedeutung dieser Aromabomben zu erkennen – jenseits von Petersilie, Schnittlauch und Dill sieht es meistens eher mau aus.

  7. hoss sagt:

    Hallo an alle,
    bin immer daran interessiert welche Gewürze zusammen passen.
    Würde mich über eine Einführung feuen.

  8. wolfgang sagt:

    Hallo zum Thema Marinade
    Marinade selbstgemacht liegt bei mir voll im Trend. Da kann ich zu jeder Zeit die Würze variieren.Frisches Fleisch ist bei mir angesagt.Und die Marinade-Rezepte ? Die findet man in einem eBook zum dowloaden hier:
    Quelle:http://www.grill-marinade-selbstgemacht.de
    Viel Spass beim grillen.
    Gruss,wolfgang

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